moser verlag


Herzlich Willkommen!

Ausstellung: Ulrich Mack – Aktion und Kontemplation, Fünf Jahrzehnte Photographie 1959 bis 2009.
Eine Ausstellungsreihe der Handelskammer Hamburg in Zusammenarbeit mit der Elsbeth Weichmann Gesellschaft.
Ausstellungsdauer: 27. November bis 15. Januar 2010
Adresse: Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg, www.hk24.de

Impressionen von der Ausstellungseröffnung am 26.11.2009
In einem Raum der Ausstellung wird Mack’s Fotoserie »Ruhrgebiet« gemeinsam mit unserer Publikation gezeigt.

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Kategorie “Fotobildbände” Siegertitel – Gold

“Ulrich Mack Ruhrgebiet 1959″, mit einem Text von Hans-Michael Koetzle, Gestaltung Horst Moser, erschienen im Moser Verlag

Der Drucker Dieter Kirchner hat diese Produktion maßgeblich geprägt: “Geprägt” ist in diesem Fall buchstäblich zu verstehen – auf jeder Bildseite sitzt ein kleiner Prägestempel unten im Eck: SKIA Photography. Das ist für jeden Fotopassionierten der reine Wahnsinn auf Papier. Der Clou beim SKIAVerfahren ist: das Schwarz. Dieses Schwarz ist ganz besonders SCHWARZ.
Man kann sich allerdings die passenden Motive aussuchen, um es auszuloten. Zum Beispiel die Bilder, die ein junger Mann 1959 vom Ruhrpott gemacht hat. Ulrich Mack war 25, hatte ein Fahrrad, ein paar Filme, eine leica mit zwei Objektiven, und 14 Tage Zeit. Übung hatte er auch einige, sowohl im Bergbau, wo er Akkord gekloppt hatte, um seinen lebensunterhalt zu verdienen, als auch im Bildermachen. Mack war Student beim Hamburger Grafik-Großmeister Alfred Mahlau, übrigens zusammen mit Horst Janssen und loriot. Und die Tour ins Ruhrgebiet war so etwas wie eine studentische Fingerübung, kein Auftrag, keine Reportage, kein Kunstanspruch. Sondern, wie HansMichael Koetzle schreibt: “Die Suche nach einem ersten, ganz und gar eigenen Bilderkosmos. Nach einer Sprache mit fotografischen Mitteln. Nach einer Syntax durch den Sucher.”
Es hat nach diesen zwei Wochen noch mal 50 Jahre gedauert, bis das Ergebnis der Mackschen Suche gebührend gewürdigt wurde. Aber schneller ging es nicht. Denn Dieter Kirchner musste ja erst noch die beste aller Methoden erfinden, ein Foto zu drucken. Mit ganz viel Ruhrkohlrabenschwarz.
Herzlichen Glückwunsch!

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Kategorie “Fotobildbände” I Siegertitel- Silber

“Blackout New York”, von Rene Burri, mit einem Text von Hans-Michael Koetzle, Gestaltung: Franziska Misselwitz und Claudia Diem, erschienen im Moser Verlag

9. November 1965: Rene Burri, 33 Jahre alt, bereits ein erfahrener, erfolgreicher Fotograf, Mitglied von Magnum, und bei seinem Freund Elliot Erwitt zu Gast, direkt gegenüber des New York Plaza Hotels. Die Dämmerung senkt sich über die Stadt, Burri ist dabei, Filmaufnahmen zu schneiden, die er kurz zuvor in China machen konnte, als einer der ganz wenigen Journalisten weltweit. Da bleibt plötzlich der Projektor stehen, die Lampe erlischt, und Burri sitzt im Dunkeln. Als er sich zum Fenster tastet und hinausschaut, ist es draußen so düster wie zu Anbeginn der Zeiten, und das mitten in Manhattan. Es geht in diesem Moment etwa 25 Millionen Leuten in Südost-Kanada und Nordost-USA genauso wie Rene Burri. Sie alle haben keinen Strom mehr, weil jemand in einem Kraftwerk nahe der Niagara-Fälle eine Sicherung falsch eingesetzt hatte. Das weiß Burri zwar nicht, aber er weiß, dass man ein dermaßen nachtschwarzes New York nicht oft geboten bekommt. Also stopft er alle greifbaren Filme in die Tasche, genau gesagt 8 Stück, und läuft los. In den folgenden sechseinhalb Stunden belichtet er das gesamte Material, so gut es eben geht, wenn nur der Mond, die Innenbeleuchtung von Bussen, Autoscheinwerfer, Taschenlampen und Kerzen zur Verfügung stehen, um Avenues, Bahnhöfe und Wolkenkratzer auszuleuchten. Und wenn die Filme, die man zur Verfügung hat, eigentlich für Tageslicht gedacht sind.
Das Ergebnis ist dennoch beeindruckend. Und das nicht nur, weil Burri ein guter Fotograf ist, sondern auch, weil das Buch sorgfältig gedruckt und schön gestaltet ist. Und, nicht zuletzt, weil es die allerste Publikation dieser Bilder überhaupt ist.
Herzlichen Glückwunsch!

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Die Pressmitteilung finden Sie hier.


Ausstellung: René Burri a Retrospective
Ausstellungsdauer: 3. November bis 15. Januar 2010
Adressse: Flo Peters Gallery, Chilehaus C, Pumpen 8, 20095 Hamburg

Mit René Burri präsentiert die Flo Peters Gallery eine der noch lebenden großen Photolegenden des 20. Jahrhunderts.
Die gezeigten Arbeiten geben einen umfassenden Einblick in das Werk des Schweizer Photographen und nehmen den Betrachter mit auf eine Zeitreise durch das 20. Jahrhundert: Von Schweizer Lebenswelten über römisches Dolce Vita bis zu argentinischen Gauchos und Impressionen des maoistischen China hat Burri reine Zeitgeschichte auf Photo-Papier gebannt – und mit Porträts von z.B. Le Corbusier, Alberto Giacometti oder Che Guevara einige der prägendsten Persönlichkeiten des letzten Jahrhunderts verewigt.

Geboren im April 1933 in Zürich, besuchte René Burri ab 1949 die dortige Kunstgewerbe- Schule. 1950 bereits wurde er Meisterschüler des Photographen Hans Finsler, der mit seinem Stil der Neuen Sachlichkeit Burris frühe Arbeiten stark beeinflusst und seinen gestaltenden Blick geprägt hat. Die ersten beiden Jahre nach seinem Examen widmete sich Burri neben der Photographie auch dem Film, arbeitete unter anderem als Kameramann für die Walt Disney Filmproduktion in der Schweiz und führte mit Hans Bender gemeinsam ein eigenes Studio.

Eine erste mehrseitige Photostrecke erschien 1955 im Magazin Science & Vie und wurde auf Initiative von Magnum, der von Robert Capa und Henri Cartier-Bresson gegründeten legendären Photoagentur, auch in der Münchner Illustrierte sowie im LIFE-Magazine veröffentlicht. Auf eine zweite mehrfach veröffentlichte Strecke über Le Corbusiers spektakulären Kapellen-Bau Notre-Dame du Haut in Ronchamp folgten unzählige Reisen um die Welt, ab 1956 als Mitglied und seit 1959 als Vollmitglied der renommierten Agentur.

In der Ausstellung René Burri a Retrospective zeigt die Flo Peters Gallery Arbeiten aus mehreren Jahrzehnten seines Schaffens. Neben inzwischen weltbekannten dokumentarischen Aufnahmen aus Südkorea, Vietnam oder Brasilien sind auch Aufnahmen von Burris Künstlerfreunden, Bekannten und Kollegen, darunter Namen wie Yves Klein, Ingrid Bergman, Henri Cartier-Bresson oder Robert Frank zu sehen. Darüber hinaus zeigt die Ausstellung Arbeiten aus einem seiner spannendsten und bekanntesten Zyklen Die Deutschen, in dem er den Nachkriegsalltag in Ost- und Westdeutschland eindrucksvoll dokumentierte. Kürzlich in einer Publikation herausgebracht und ebenfalls im Zuge der Werkschau zu sehen sind Aufnahmen vom großen Blackout in New York im Jahre 1965.


Booksigning mit René Burri


René Burri, Flo Peters, Hans-Michael Koetzle


Booksigning mit René Burri (Che Guevara Zigarren)


Booksigning mit René Burri mit Norbert Bunge, Galerie argus fotokunst, Berlin


Booksigning mit René Burri


René Burri, Blackout New York


René Burri, Blackout New York


Booksigning mit René Burri


René Burri, Flo Peters, Hans-Michael Koetzle